Worpswede
Schauplatz historischer Inspirationen




"Flaches Land mit Birkenalleen, alten Bauernhäusern, Rosenbüschen und Vogelbeerbäumen. Der Boden teilt sich zwischen roter Erikaheide, die wunderbar duftet, und dem seltsam von Kanälen durchschnittenen Moorland. Worpswede ist berühmt durch die Farbigkeit seiner Luftstimmungen und der Pracht der Wolken."

Seit Rainer Maria Rilke um 1900 schwärmte, hat sich nichts Wesentliches verändert. Die besonderen Farben des Himmels über Worpswede zogen vor mehr als 100 Jahren Künstler des Impressionismus und Expressionismus an und haben nichts von Ihrer Leuchtkraft verloren. 1889 gründeten Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn die Künstlerkolonie Worpswede. Berühmteste Vertreterin wurde eine gewisse Paula Becker, die kam, um Malunterricht zu nehmen und Otto Modersohn heiratete. Worpswede wurde neben Paris wichtige Station des großen Schaffens in ihrem kurzen Leben. Das Licht, die Natur im weiten Teufelsmoor, ja sogar der ursprüngliche Reiz der ländlichen Idylle, der die Künstler damals zur Stadtflucht inspirierte - alles ist heute noch zu haben.


Lage


Worpswede gehört zum Landkreis Osterholz in Niedersachsen, liegt mitten im Teufelsmoor  an der Hamme nordöstlich von Bremen. Worpswede ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Der Weyerberg überragt mit seiner Höhe von 54 m die ansonsten flache Umgebung. Erste Spuren der Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück.

 


Kunst & Kultur


Worpswede ist bekannt für die 1889 gegründete Künstlerkolonie Worpswede. Die Stipendiatenstätte Künstlerhäuser Worpswede gehört zu den größten in Deutschland. Worpswede ist vor allem aufgrund der zahlreichen kulturellen Einrichtungen, Galerien und Veranstaltungen sowie als Erholungsort ungebrochen beliebt und bekannt sowohl bei Künstlern, Kunstliebhabern und Touristen aus aller Welt.

 

Ständige Ausstellungen der alten Worpsweder Meister in den Museen, Präsentationen zeitgenössischen Kunstschaffens in Ausstellungshäusern, Ateliers und Galerien, experimentelle Architektur im Dorf und Ausstellungen in Gasthöfen prägen die abwechslungsreiche Kunstlandschaft.

 

Kunst Stipendien der Künstlerhäuser Worpswede

Die Stipendien werden einmal jährlich für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten für die Sparten Bildende Kunst und Klangkunst vergeben.

Weitere Infos zu  den  Künstlerhäusern Worpswede

 


Teufelsmoor




Teufelsmoor

Mit dem Teufel hat das Teufelsmoor nichts gemeinsam. Früher wurde diese Landzone „doves“ Land genannt, gemeint war das flache Land zwischen den Flüssen Wümme und Oste.. Es war unfruchtbar, bis die Siedler ab der Mitte des 18. Jahrhunderts begannen, diese Land systematisch zu kultivieren. Das Leben in dieser Zeit war hart, vielleicht wurde daher damals aus dem „doven“ Moor das „Düvelsmoor“, heute Teufelsmoor.

Die stillen Kanäle, die einst der Entwässerung und dem Transport dienten, lassen noch heute von den Geschichten einer vergangenen Zeit ahnen.

Die Moorbauern von damals fuhren mit sogenannten Hunt-Torfkähnen. Dieser Schiffstyp hat eine Länge von 10 m, eine Breite von 1,95 m und einen Tiefgang von 30 cm. Das Segel ist mit Teer imprägniert und darum braun. Eine einzige Person genügt zur Führung dieses Kahns, in der kleinen Kammer im Bug kann der Skipper übernachten. Diese Torfkähne waren auf den Flüssen Hamme und Wümme unterwegs, hochbeladen mit Torfballen, und belieferten die Großstadt Bremen mit dem wichtigen Heizmaterial.

Heute sind die braunen Segel wieder auf den alten Wasserwegen inmitten des Teufelsmoores unterwegs. Statt mit Torf fährt der Schiffer jetzt mit Gästen. Insgesamt passen 16 bis 18 Passagiere in die nachgebauten Halbhuntkähne.

Neben den Kähnen gleiten auch Kajaks und Fähren über das Wasser. Am Ufer entlang führen wunderschöne und abwechslungsreiche Radwege, an denen idyllische Gartenlokale zur Einkehr locken.

Weitere Infos unter  www.kulturland-teufelsmoor.de

 


Malreise nach Worpswede 2008